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| Dämmtechnik
Leicht und flockig |
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Ausgabe Februar 2001
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| Nachträgliche Wärmedämmung durch Auffüllen von Hohlräumen | ||
| Gute Erfahrungen mit einem speziellen kostengünstigen Verfahren zur nachträglichen Wärmedämmung eines Siedlungshauses lassen sich auch auf viele Häuser in Brandenburg übertragen.
Im Brandenburger In den 20er und 30er Jahren war es üblich, die Außenwände der Häuser zweischalig in den sogenannten "Brandenburger Verbände" zu mauern. Das ist ein Hohlmauerwerk mit zwei durch eine 5 cm Luftschicht getrennte Wände in der Stärke von 1/2 Ziegel. Man erhoffte sich damals durch die Luftschicht eine besonders gute Wärmedämmung. Hilfe gegen Baumängel Inzwischen ist man allerdings zu der Erkenntnis gekommen, daß dies ein bauphysikalischer Irrtum war und daß genau ein gegenteiliger Effekt eintritt: Die warme Zimmerluft enthält weit mehr Feuchtigkeit als die kalte Außenluft. Luft und damit Feuchtigkeit diffundieren von innen nach außen. ![]() Beim typischen Brandenburger Verband sind Heizeinsparungen von bis zu 60% möglich.
Beide getrennte Wandschalen haben verständlicherweise unter- schiedliche Temperaturen. Hat die warme Innenluft mit dem hohen Feuchtigkeitsgehalt den Wand zwischenraum erreicht, tritt durch Thermik eine Luftum- wälzung ein und beim
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Vorbeistreichen an der kälteren Außenwand gibt die Luft zwangsläufig ständig einen Teil der Feuchtigkeit an die äußere Wand ab. Diese wird so durchfeuchtet und leitet damit leider die kostbare Wärme nach außen ab. Hohlwand füllen Ihren Zweck würde würde die Hohlwand also nur bei trockener Luft erfüllen. Da dies praktisch jedoch nicht gegeben ist, kommt es darauf an, die Luftzirkulation und damit den Feuchtigkeitstransport im Hohlraum zu unterbinden. Niemand wird dafür seine Wände aufreißen wollen, aber es gibt ein Verfahren, diese Hohlräume nachträglich aufzufüllen. Diese Arbeit wurde bei einem eingeschossigem Haus an an nur einem Vormittag erledigt. Dämmaterial einblasen Von außen wurden kleine Löcher gebohrt und mittels Luft durch einen Schlauch Dämmaterial in die Hohl- räume eingeblasen. Als Dämmstoff diente Perlite, ein leichtes, körniges Naturmaterial. Rohstoff ist Perlitgestein, das fein gebrochen bei ca. 1000°C expandiert. Es ist nicht brennbar, unverrotbar, absolut ungeziefersicher, und schrumpft nicht, ist dauerhaft wasserabweisend, bildet eine fugenlose Dämmschicht, die dampfdurchlässig ist undso für ein gesundes Raumklima sorgt. Die Löcher in der Wand wurden wieder so verschlossen, so daß keine Veränderung zu sehen war. |
![]() Ein Mitarbeiter der Firma Hyper Dämmtechnik aus Berlin füllt den Hohlraum mit Perlite aus der Mit dem gleichen System lassen sich ebensogut Dachflächen und andere Hohlräume nachträglich dämmen. Die Arbeiten sind relativ kostengünstig und man kann bis zu 60% der anfallenden Heizenergie- kosten sparen. ______________________ Peter Ernst |