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Sehr viele Wohnäuser in Schleswig-Holstein verfügen traditionell über zweischalige Außenwände mit zwischenliegender Luftschicht. Zur Verringerung der Energiekosten wird empfohlen, diesen Hohlraum bei Häusern, die älter als 20 Jahre sind, mit eingeblasenen Dämmstoffen zu verfüllen. Während in anderen Ländern diese sogenannte Kerndämmung weit verbreitet ist und mit Mineralflocken geschieht, stößt man in Norddeutschland auf große Zurückhaltung. Da man die hohle Luftschicht für unverzichtbar hält, werden nachhaltige Folgen von Schlagregen befürchtet.
Um diese Widersprüche zu klären, trafen sich auf Einladung der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB) am 4. Februar in Kiel 100 Experten aus Planung, Handwerk und Bauforschung. Die Fachtagung war Beginn einer Serie, die stattfindet im Rahmen des Impulsprogramms Wärmetechnische Gebäudesanierung in Schleswig-Holstein. Das Impulsprogramm wird betreut durch die Energieagentur der IB und die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen. Anhand von Erfahrungs- und Forschungsberichten wurde aufgearbeitet und beraten, welche Erkenntnisse vorliegen und worauf bei einer schadenfreien Kerndämmung zu achten ist.
Das Ergebnis der Fachtagung: Für die von vielen Seiten befürchteten Schäden nach erfolgter Dämmung gibt es keine Belege. Gutachter wie Wissenschaftler bestätigen die Unbedenklichkeit nachträglicher Kerndämmung. Es konnte klar festgestellt werden, dass ein Ziegelmauerwerk, das bisher außen wie innen ohne Schäden war, durch eine nachträgliche Kerndämmung nicht beeinträchtigt wird. Selbst die Folgen von Schlagregen wirken sich nicht nachteilig aus, wenn der Mauerhohlraum mit Dämmstoff gefüllt ist.
Garantiert wird der Erfolg durch eine sorgfältige Voruntersuchung des Mauerwerks, die für einen seriösen Fachbetrieb Voraussetzung zur Ausführung einer Einblasdämmung ist. Ohnehin sind in Norddeutschland die wasserabweisenden Perlite-Schüttungen marktführend. Übereinstimmend berichten die Fachbetriebe, dass ihre Kunden mit Abstand am meisten begeistert sind über die größere Behaglichkeit in den dank der Dämmung spürbar wärmeren Gebäuden.
Allein über die Außenwände entweicht gut ein Drittel der erzeugten Heizwärme aus den Wohnhäusern Schleswig-Holsteins. Dies ergab eine von der IB in Auftrag gegebene Studie. "Die Anstrengungen, bei der Hausmodernisierung die hohen Energiekosten zu verringern, müssen sich also auch auf die Fassaden konzentrieren", fordert Johannes Zink, der im Rahmen des Impulsprogramms die Tagung für die IB organisiert hat. Gerade weil die sonst optimale Außendämmung solcher Rotsteinwände aus architektonischen Gründen nicht erwünscht sei, biete sich die nachträgliche Kerndämmung der Luftzwischenräume an.
Verantwortlich für diesen Pressetext:
Birgit Rapior
Kommunikation/Marketing
der Inverstitionsbank Schleswig-Holstein
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